Info Schwimmbrillen

«Schwimmbrille im Schwimmunterricht».
Wir empfehlen, im Bereich der Wassergewöhnung und des Kinderschwimmens, also bis zum Grundlagentest Eisbär, die Kinder OHNE Schwimmbrille am Schwimmunterricht teilnehmen zu lassen.

Dies aus mehreren wichtigen Gründen:

  • Zur Wassergewöhnung gehört auch eine vollständige Orientierung des Kindes sowohl oberhalb als auch unter Wasser. Dazu gehört auch das Sehen, also die Erfahrung, dass man die Augen auch unter Wasser problemlos öffnen kann und sich des Sehsinns zum eigenen Vorteil uneingeschränkt bedienen kann.
  •  Wir beobachten immer wieder, dass bei Kindern, welche im Schwimmkurs eine Schwimmbrille tragen, die scheinbar erworbene Wassersicherheit schnell in Unsicherheit umschlägt, wenn ihnen die Brille weggenommen wird. Diese trügerische Sicherheit birgt potentielle Gefahren, sollte das Kind mal unabsichtlich ins Wasser fallen (siehe auch Informationen zum Wasser- Sicherheits-Check WSC).
  •  Das Tauchen mit Schwimmbrille kann zudem sehr gefährlich sein, denn es entsteht ein Unterdruck in der Brille, welcher zu Netzhautablösungen führen kann. Dabei sind Kinder noch empfindlicher als Erwachsene. Es ist schwierig, die Kinder unter Kontrolle zu halten, was das "Tieftauchen" angeht. Wenn ein Kind immer eine Schwimmbrille trägt ist es im Spiel schnell passiert, dass es auf 2m abtaucht und sich eine Verletzung zuzieht. Das Nichterlauben der Schwimmbrille im Schwimmunterricht ist somit auch eine gute Gelegenheit, die Kinder auf diese Gefahr aufmerksam zu machen. Im Schwimmkurs sind die Kinder kaum länger als einige Minuten mit dem Kopf unter Wasser, sodass der Kontakt mit (Chlor-)Wasser in der Regel kein Problem für die Augen bietet, Wenn ein Kind eine starke Überempfindlichkeit auf Chlor hat, soll der Arzt dies bestätigen, damit die Schwimmschule eine begründete Ausnahme machen kann. Wichtig hierbei ist, dass die übrigen Kinder der Gruppe über diese Massnahme informiert werden. Sobald die Kinder längere Strecken schwimmen, also ab den Schwimmtest Wal, Kombitest usw. kann auf das Schwimmen mit Schwimmbrille umgestellt werden. (Wettkampfschwimmer, welche pro Tag bis zu 2x2 Std. den Kopf im Wasser haben, schwimmen selbstverständlich mit Schwimmbrille). Bis dahin aber hat das Kind gelernt, sich auch ohne Schwimmbrille sicher wie ein Fisch im Wasser zu fühlen. Bei geringen Irritationen der Augen nach einem Hallenbadbesuch könnten vielleicht Augentropfen Abhilfe schaffen. Bitte befragen Sie hierzu Ihren Hausarzt.